Wie wird man Designer bei Toverland?

Wie wird man Designer bei Toverland?

Du hast schon immer davon geträumt, ein Designer im Toverland zu werden? Peter van Holsteijn erzählt uns hier, wie er das geworden ist. In der Blogreihe: 'Wie geht das? So geht das!‘ geben wir Antworten auf die Fragen unserer Gäste. 

Blogreihe

In unserer Jubiläumszeitschrift Verzaubert haben wir eine besonderen Rubrik: 'Wie geht das? So geht das!‘ Basierend auf den unterschiedlichsten Fragen unserer Gäste haben wir uns im Toverland umgehört, um Antworten auf verschiedene Fragen zu erhalten. In diesem Blog kannst du die ganze Geschichte lesen. Heute kann man Peters Geschichte lesen, in der er erzählt, wie er Designer bei Toverland wurde.

 

Lasst uns einander kennenlernen

Lasst uns einander kennenlernen

Peter van Holsteijn ist seit 10 Jahren Designer bei Toverland und war unter anderem am Magische Vallei, Port Laguna und Avalon beteiligt.  Schon früher hatte er nur einen Traum: eigene Attraktionen zu entwerfen. Viele Kinderzeichnungen drehten sich um spannende Spukhäuser und unglaubliche Achterbahnen, in denen er ganz träumen konnte. Jetzt, viele Jahre später, kann Peter Toverland mit jedem Neuzugang oder jeder Erweiterung etwas schöner machen. Es ist, als würde man buchstäblich in seine Zeichnungen eintreten!

Rechts: eine Kinderzeichnung von Peter 

Welche Ausbildung braucht man, um Designer im Toverland zu werden?

"Soweit ich weiß, gibt es (noch) keine richtige Ausbildung hierfür. Was ich schon sagen kann, ist, dass eine Menge Fantasie und das Talent, sich kreativ auszudrücken, sehr wichtig sind. Man sollte auch etwas Gefühl in den Händen haben, damit man skizzieren kann, und somit die ersten Ideen teilen kann. Denn es geht darum, dass man am Ende die verrücktesten Ideen teilen kann, die man im Kopf hat und von Tag zu Tag größer und verrückter werden, natürlich auch im Team. Natürlich kann man diese kreativen Fähigkeiten erlernen und entwickeln, dafür gibt es sicherlich verschiedene Schulungen."

"Und man sollte sich nicht scheuen, diese zu präsentieren, manchmal für einen einzelnen Kollegen, manchmal aber auch für eine große Gruppe und sogar für das Management. Und ich habe schon über das Team gesprochen, aber eigentlich gibt es mehrere Teams, mit denen man zusammenarbeitet, und das hängt ganz von der Phase und dem Umfang des Projekts ab. Einmal arbeitet man eng mit technischen Kollegen zusammen, das andere Mal mit Kollegen, die für Charaktere und Merchandise, für Restaurants, für Attraktionen, aber auch für Wartung und die Gelände-Gestaltung zuständig sind. Wie auch immer: Du bist ein echter Teamplayer!

Links: Frühe Konzeptzeichnung von Merlin's Quest in einem anderen Design.

Was passiert, nachdem du deine Ideen präsentiert haben?

"Wenn diese verrückten Ideen nach vielen Stunden, Brainstormings und Verfeinern endlich grünes Licht bekommen, dann beginnt die eigentliche Arbeit! Dann werden Entscheidungen treffen und Teile weiterentwickelt, ob es sich hierbei um eine Attraktion, ein Restaurant, ein Geschäft oder eine Bühne handelt. Das fängt oft mit Bleistift und Papier an, aber Software kommt dann auch schnell in Spiel, wie Photoshop, um die Designs noch stärker zu machen, oder weil es verschiedene Anpassungen gibt, die man digital einfacher verarbeiten kann. Und ein 3D-Modellierungsprogramm wie SketchUp ist auch ein praktisches "Werkzeug", um ein räumliches Design zu erstellen. Apropos Raumgestaltung; räumliches Verständnis ist von Vorteil. Man muss in der Lage sein, räumlich zu denken, zu zeichnen und zu sehen! Man muss die Perspektive verstehen und beherrschen, denn fast alles, was man gestaltet, ist physisch und greifbar. Man sollte daher in der Lage sein, durch die 'eigene' Vorstellungskraft im Kopf bereits dort durch zu gehen, noch bevor der erste Stein gelegt wird."

Rechts: Frühe Konzeptzeichnung von Port Laguna

 

Wie bist du selbst Designer geworden?

"Während eine reiche Phantasie und viel Kreativität oft schon vorgegeben sind, kann man natürlich die verschiedenen Fähigkeiten erlernen und trainieren. Ich selbst habe schon von klein auf viel gezeichnet und skizziert, vor allem Achterbahnen und Spukhäuser. Allerdings war dies meist flach und in schwarz-weiß. Während der Schule wurde ich zum ersten Mal in die Perspektive eingeführt, dank Herrn Visser, meinem Lehrer für Ingenieurwesen und Zeichnen, der noch in einer so altmodischen dunkelblauen Staubjacke herumlief. Er lehrte mich, was ein Fluchtpunkt ist, wo der Horizont in einer Zeichnung einer Landschaft ist und wie das Licht auf ein Objekt fällt. Nach meinem Abschluss wechselte ich 2001 ans Graphic Lyceum, wo ich zum ersten Mal die Arbeit mit dem Computer lernte. Das war etwas gewöhnungsbedürftig, denn das war noch die Zeit, in der Flachbildschirme etwas aus der Zukunft waren."

Links: verschiedene Teile der Wildwasserbahn Djengu River 

"Kreativität ist untrennbar mit Toverland verbunden, weil wir weiter wachsen wollen."

Peters Begeisterung für den Park wird nun auch an seine eigenen Kindern vermittelt, denn sie wachsen jetzt mit den Kreationen ihres Vaters auf und genießen so all die Schönheit, die Toverland gemeinsam zu bieten hat.

"Danach habe ich einige Jahre an der Kunstakademie studiert, um genau zu sein, in die Richtung 'Werbung', in der der Werbeberuf im Mittelpunkt steht. Jetzt hatte ich überhaupt keine Leidenschaft für Werbung, aber ich lernte konzeptionelles Denken aus einer bestimmten Botschaft und einer prägnanten Geschichte. Damit wurde die wichtigste Schnittstelle zum Design für Toverland gefunden! Mit dem heutigen Wissen könnte die Fachrichtung 'Illustration' genauso interessant gewesen sein, denn hier werden die kreativen Fähigkeiten noch weiter geschliffen."


Rechts: frühe Skizze des Eingangsgebiets

"Da ich aber keinen Platz bei einer Werbeagentur, sondern die Designabteilung eines Freizeitparks wollte, wechselte ich schließlich zum NHTV in Breda, heute bekannt als BUas. Dort folgte eine Ausbildung, die ganz den Themenparks gewidmet ist, aber nicht so sehr dem Design, sondern vor allem dem normalen Betriebs eines Parks und allem, was damit einhergeht. Im Rahmen dieser Ausbildung habe ich auch ein sechsmonatiges Praktikum in Orlando, dem Mekka der Themenparks, absolviert. Durch diese Ausbildung bin ich im Toverland gelandet, wo ich dieses Jahr mit großer Freude arbeite! In dieser Hinsicht teilen Toverland und ich beide unser Jubiläum im Jahr 2021! Ich habe den hemmungslosen Ehrgeiz der Familie Gelissen immer geliebt und bin sehr stolz auf das, was ich zu dem Magische Vallei dazu beitragen konnte! Kreativität ist untrennbar mit Toverland verbunden, denn wir wollen weiter wachsen."

Links: eine frühe Skizze des Stationsgebäudes des Wing-Coasters Fēnix 

Kannst du noch etwas Hiulfe gebrauchen?
"Jetzt und in Zukunft wird es immer einen Bedarf an kreativen und unternehmerischen Talenten geben, die von Toverland lernen wollen und dazu beitragen können. Und das nicht nur in der Designabteilung, sondern auch in der Marketing- oder Entertainment-Abteilung, mit der wir natürlich viele Schnittstellen haben. Ich konnte auch mehrere Praktikanten betreuen, bei denen mich die Schüler des Sint Lucas in Boxtel immer mit ihrem Wissen, ihren praktischen Erkenntnissen und ihren Fähigkeiten überrascht haben. Ich weiß nicht genau, welche Kurse sie dort heute anbieten, aber für alle, die eine Leidenschaft für Themenparks und eine gesunde Portion kreatives Talent haben, möchte ich diese Schule von ganzem Herzen empfehlen. Ich weiß, dass eines meiner Vorbilder, Imagineer Michel den Dulk, auch dort seine Ausbildung erhalten hat."

Rechts: Skizzen und Unterteile der Bobbahn Maximus' Blitz Bahn 

Hast du einen letzten Tipp?

"Das Wichtigste ist, dass du an dich selbst glaubst, dass du neugierig und selbstkritisch bist und dass du so viel wie möglich absorbierst und weiter experimentierst, um die Magie in dir selbst zu entdecken! Weil wir das hier jeden Tag erleichtern, ein Ort, wo du deine eigene Magie entdecken kannst, sowohl vor als auch hinter den Kulissen! Und das seit 20 Jahren... und wir sind noch lange nicht fertig."

 

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