Diese Fans bauten knapp 1000 Stunden Toverland in Minecraft nach | Interview

Diese Fans bauten knapp 1000 Stunden Toverland in Minecraft nach | Interview

Diese Fans haben knapp 5 Millionen Blöcke verwendet um das Toverland so genau wie möglich nachbauen zu können. Lars, Niels, Enzo und Jason arbeiten bereits seit Jahren an ihrem eigenen Toverland in Minecraft. Sie lassen sogar die Achterbahnen im Spiel fahren. Wir haben den Machern ein paar Fragen gestellt.

 

 

Lars, kannst du uns erklären, was Minecraft genau ist?
Minecraft ist eigentlich eine offene Welt, in der man alles Mögliche mit verschiedenen Blöcken nachbauen kann. So kann man es etwa mit Lego vergleichen, nur dann eben digital. Man kann selber entscheiden, was man macht oder baut. Man kann auch verschiedene Spielmodi spielen, wie etwa Survival, bei dem man versucht, so lange wie möglich zu überleben. Außerdem kann man seine eigenen kreativen Welten starten, etwa eine eigene Stadt oder eben Freizeitpark! Letzteres haben wir dann getan. Da es auch eine Multiplayer Funktion gibt, kann man es eben auch zusammen mit seinen Freunden spielen.

Wie viele Blöcke habt ihr insgesamt für das Toverland Projekt verwendet?
Insgesamt haben wir knapp 300.000 Blöcke per Hand und dann mithilfe der Software nochmal knapp 5 Millionen Blöcke verbaut. Wir sind immer noch nicht fertig, aber bis jetzt stecken etwa 1000 Stunden in der Arbeit. Für uns wird das ToverlandCraft Projekt noch etwas länger dauern.

Was habt ihr denn genau alles gemacht?
Wir waren bis jetzt vor allem mit den Outdoor-Gebieten beschäftigt. Hierzu zählen etwa die ganze Bahn von Fēnix, aber auch Port Laguna, Ithaka und das Magische Vallei! Wir arbeiten hier mit einem Team dran, also macht jeder seine eigenen Teil.

Das ist natürlich viel! Wollt ihr denn noch mehr machen?
Die Outdoor-Gebiete sind so gut wie fertig. Auch die Indoor-Welten Land van Toos und den Wunderwald werden wir noch nachbauen. Das wird natürlich schwieriger, da wir diese Gebiete nicht so einfach bei Google Maps von oben ansehen können. Das hat uns beim Bau der anderen Welten enorm weitergeholfen.

 

Bleibt es nur beim Nachbauen oder macht ihr auch noch andere Dinge?
Zu unserem Projekt gehört auch ein wenig „Technik“. Wir möchten nämlich auch, dass man die Attraktionen digital erleben kann, das geht jedoch nicht so einfach Uns Teammitglied Jason hat hierfür extra eine Software entwickelt. So kann man etwa in der Zukunft in Minecraft die Achterbahnen Troy und Fēnix erleben.  

Wo kommt die Faszination für Minecraft her? Warum findest du dies so toll?
Ich habe schon während meiner Schulzeit mit Minecraft begonnen. Zusammen mit meinen Klassenkameraden haben wir noch Survival gespielt. Auch das Bauen von Objekten und Orten hat mir immer schon sehr gefallen. Im kreativen Spielmodus habe ich viel mit meinen Klassenkameraden nachgebaut. In diesem Spiel ist alles möglich, weswegen man das Spiel auch nicht so schnell durchgespielt hat.

''1,5 Meter in echt ist bei uns ein Block.''

 

 

Ist es schwer, um Toverland in Minecraft nachzubauen?
Renzo: Es ist eine Herausforderung, Toverland so genau wie möglich nachzubauen. Aber das versuchen wir natürlich so gut wie möglich zu machen. In Minecraft arbeitert man mit Blöcken, weshalb natürlich manch Details schwerer zu gestalten sind. Dafür haben wir einen Maßstab erstellt, der es uns ermöglichen soll, diese Details bestmöglich nachbauen zu können. So konnten wir etwa jeden einzelnen Baum nachbauen. Diese Genauigkeit ist eine besondere Herausforderung.  

 

Niels: Wir möchten den Park natürlich so nachbauen, wie er in Wirklichkeit ist, damit man auch die beste Erfahrung bekommt, wenn man Minecraft spielt. So sind etwa 1,5 Meter in echt ist bei uns ein Block. Ich mache auch 3D-Objekte für die Attraktionen, aber das ist besonders schwierig für uns. So sieht man etwa den echten Fēnix Zug über die Bahn fahren.

Jason: Das erschaffen einer flüssigen Achterbahn war jedoch die größte Herausforderung. Minecraft wurde nicht dafür gemacht, um Achterbahnen nachzubauen, diese geschweige denn überhaupt fahren zu lassen. Das wollten wir jedoch. Daher muss man sich dann natürlich etwas Besonderes überlegen, wie das genau klappen kann. Toverland besteht natürlich auch noch aus anderen interaktiven Attraktionen, wie etwa die Maximus' Blitz Bahn oder Coco Bolo. Aber das Endresultat ist es immer mehr als wert!

Wann habt ihr damit begonnen, um Toverland nachzubauen?
Offiziell habe ich in 2013 damit begonnen, um Toverland nachzubauen. Da waren wir in den Herbstferien mit der Familie im Park. Ich war so unter dem Eindruck, dass ich mir dachte: „Das muss ich Minecraft nachbauen!“  Das tat ich zunächst allein, aber dann wollten mir meine Freunde direkt helfen. Von 2014-2016 haben wir den Server auch für andere Spieler geöffnet, damit jeder den Park digital besuchen konnte. So waren dann auf einmal knapp 40 Leute an dem Projekt beteiligt, was schon echt was Besonderes war.

Nachdem ich 3 Jahre nichts mehr an diesem Projekt unternommen hatte, wollte ich das Projekt spaßeshalber nochmal zum Leben erwecken. Schnell sprangen dann auch Niels und Renzo dazu. Später half Jason dann damit, um die Achterbahnen zu programmieren. Hierdurch ging auf einmal alles ganz schnell!

Was findest du, ist euch am besten geglückt?
Das ist natürlich schwer, aber ich denke das Magische Vallei. Vorallem, da dieses Gebiet die größte Herausforderung war, um dieses nachzubauen. Viele Gebäude sind rund und haben eine Fantasie-reiche Form, was es besonders schwierig macht, diese nur mit viereckigen Blöcken nachzubauen. Niels: „ Ich finde vorallem, dass Avalon uns ganz gut geglückt ist. Es ist echt beeindruckend, wenn Fēnix über seine Strecke fährt. Auch der Darkride von Merlin’s Quest sieht gut und fast echt aus.“ Enzo schließt sich dem an, findet jedoch auch Port Laguna echt gut. „Wenn ich nach einem langen Tag den Zug von Troy rasen sehe, werde ich spontan ganz fröhlich und bin total motiviert.“

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